Parkinson mit 30 Jahren – ein eindrückliches Buch von Guillaume Brachet

Mit 29 Jahren verliert Guillaume Brachet die „Unendlichkeit“: bei ihm wird Parkinson diagnostiziert. Guillaume steht mitten im Leben, voller Energie, mit einer jungen Familie und vielen Träumen.

Die Diagnose Parkinson ist gestellt. Das „coming-out“ bei seinen Freunden und der Familie ist schwierig. Seine Mutter will mit ihm eine Ferienreise machen, „solange er noch kann“. Doch Guillaume ist weit davon entfernt, aufzugeben. In seinem Buch nimmt er uns mit auf seine Reise voller Initiative und Unternehmergeist.

Weshalb ist Guillaume an Parkinson erkrankt? Weshalb schon mit 29, nicht erst mit 58, wie die meisten Patient:innen? Das sind schwierige Fragen. Parkinson hat so viele Ursachen, dass es unmöglich ist, eine „richtige“ zu finden, und Guillaume merkt, dass es für ihn als Patient letztendlich nicht relevant ist, denn es ändert nichts an der Existenz der eigenen Erkrankung.

Die typischen Symptome der Parkinsonkrankheit zeigen sich erst, wenn bereits ein grosser Teil der Neuronen abgestorben ist. Im Falle von Guillaume fragt ihn seine Tochter am Morgen, ob er wütend auf sie sei: Wie viele Erkrankte kann Guillaume seinen Gesichtsausdruck nicht mehr kontrollieren. Dieser fehlende Gesichtsausdruck ist ein wichtiges Parkinson-Symptom, welches unweigerlich zu einer gewissen Isolation führt, denn wir Mitmenschen interpretieren darin sofort ungerechterweise einen Mangel an Intelligenz.

Eine wissenschaftliche Konferenz reisst Guillaume aus seiner Lethargie. Er will sich nicht länger als Opfer sehen und will aktiv gegen Parkinson ankämpfen; wenn nötig mit einem eigens entwickelten Medikament.

Guillaume wälzt die wissenschaftliche Literatur und findet einen vielversprechenden Medikamentenkandidaten. Aber die Umsetzung in ein geprüftes Medikament kostet sehr viel Geld und Zeit. Damit er die Medikamentenentwicklung starten kann, organisiert Guillaume einen Sportevent: Er fährt gegen den Strom den Loire-Fluss hinauf. Mit dem eingenommenen Geld kann erste Versuche machen und sieht sich auf dem richtigen Weg, die Medikamentenidee könnte funktionieren.

Guillaume Brachet, der Pharmazeut, wird zum Jungunternehmer und baut ein Startup Team auf. Er weiss, dass eine mögliche Heilung seiner Krankheit nur mittels fundierter naturwissenschaftlichen Methoden Wirklichkeit werden wird, und er nennt das Unternehmen deshalb CXS-Therapeutics: curatio ex scientia, Heilung durch Wissenschaft. Guillaume entwickelt ein Medikament, mit Vollgas; solange er noch kann.

„Parkinson mit 30 Jahren“ ist ein Buch, dass unter die Haut geht. Wir erleben die Hoffnung und die Tränen von Guillaume Brachet und können nur hoffen, dass sein Traum in Erfüllung gehen wird und er ein Heilmittel gegen Parkinson entwickeln kann, um sich damit selbst heilen zu können.

Das Buch „Parkinson à 30 ans“ ist auf Französisch erhältlich im Verlag Leduc: www.editionsleduc.com.

Parkinson à 30 ans – La course contre la montre d’un jeune pharmacien pour trouver un traitement révolutionnaire – Guillaume Brachet (EAN13 : 9791028532505) | Editions Leduc.s : online printed and digital books

back